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  Tarifparteien der Kunststoffindustrie einigen sich auf Demografie-Tarifvertrag  
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Detmold. Wie der Arbeitgeberverband Lippe in einer Presseerklärung mitteilt, haben sich die Tarifparteien nach einem 18-stündigen Verhandlungsmarathon in der letzten Nacht auf einen „Tarifvertrag Demografie“ geeinigt. Die Verhandlungskommissionen – auf Arbeitgeberseite angeführt von dem Vorsitzenden der Fachgruppe KVI, Thomas Degelau - schauten erschöpft aber zufrieden auf das erreichte Verhandlungsergebnis, das unter Mithilfe der Schlichterin Frau Dahlmann, Direktorin des Arbeitsgerichts Wuppertal, zustande kam.

Der Tarifvertrag ermöglicht es den Betriebsparteien je nach Bedarf aus verschiedenen Demografie-Maßnahmen auszuwählen. Die Altersteilzeit wird es vor allem besonders belasteten Beschäftigten ermöglichen, früher aus dem Erwerbsleben auszuscheiden. Die betriebliche Gesundheitsvorsorge, die in Zeiten späterer Rentenzugänge und alternder Belegschaften zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das zweite Instrument. Letztlich können die Betriebsparteien auch eigene Maßnahmen zur demografischen Entwicklung vereinbaren, die allerdings von den Tarifparteien genehmigt werden müssen.

Die Finanzierung der Demografie-Maßnahmen erfolgt paritätisch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Insgesamt werden 200 EUR pro Beschäftigten pro Jahr in einen Demografie-Fonds eingezahlt. Aus diesem Fonds werden die finanziellen Mittel für die jeweilige Verwendung entnommen.

Hauptgeschäftsführer Marc-Henning Galperin: „Wir haben in den letzten Monaten mit der IG Metall über das neue Tarifwerk hart gerungen. Die Altersteilzeit ist für viele Unternehmen ein ungeliebtes Kind, weil die demografische Entwicklung eher dazu zwingt, insbesondere Fachkräfte möglichst lange im Job zu halten. Am Ende stand ein tarifpolitischer Kompromiss, in dem etwa mit der Gesundheitsvorsorge weitere tarifliche Instrumente verabredet wurden, um betriebsindividuell auf die Demografie-Problematik reagieren zu können. Unterm Strich haben wir in einer sehr sachlich und zielorientiert geführten Diskussion einen modernen Tarifvertrag für die KVI in Lippe geschaffen, der den gegenseitigen Interessen Rechnung trägt. Die paritätische Finanzierung hilft unseren Betrieben. Es war die härteste Nuss, die die Tarifparteien in den letzten Jahren zu knacken hatten.“

Die Tarifvereinbarung steht unter dem Zustimmungs-Vorbehalt der Gremien der Tarifvertragsparteien. Sie müssen sich bis zum 8.12.2015 dazu erklären, ob die von den Verhandlungskommissionen gefundene Lösung akzeptiert wird. Der neue Tarifvertrag soll dann bis zum 31.12.2020 laufen.


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  Aktuelle Meldungen  

Arbeitgeberverband Lippe: Forderungsempfehlungen der IG Metall von um die 6 % „unverträglich für NRW und den M+E-Standort Lippe“

14.09.2017
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Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie in NRW

13.05.2016
Detmold. Wie der Arbeitgeberverband Lippe mitteilt ist nach 15 Stunden Verhandlung ein Tarifergebnis erzielt worden.

Die Tarifvereinbarung sieht vor:

Entgelt
▪ Eine Erhöhung der Tabellenentgelte
und Ausbildungsvergütungen in einer
ersten Stufe von 2,8 Prozent ab dem
1. Juli 2016 und in einer zweiten
Stufe von weiteren 2,0 Prozent ab
dem 1. April 2017.
▪ Zudem erhalten die Beschäftigten
einen Pauschalbetrag in Höhe von 150
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Tarifabschluss für die kunststoffverarbeitende Industrie in Lippe

08.04.2016
Detmold – wie der Arbeitgeberverband Lippe mitteilt, haben sich die Tarifparteien am gestrigen Abend auf einen Tarifabschluss für die lippische Kunststoffindustrie geeinigt.

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20.01.2016
Nach Vorstellung der IG Metall Detmold soll die Forderung auf Entgelterhöhung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektro-Industrie zwischen 4,5 und 5,5 % liegen.

Der Arbeitgeberverband Lippe stellt dazu klar, dass dies eine von vielen Stimmen innerhalb der IG Metall sein wird. Entscheidend ist für uns, welche Forderung von der IG Metall Spitze in etwa 10 Tagen offiziell erhoben wird. Herr Dr. Ober als Vorsitzender der Fachgruppe für die Metall- und Elektro-Industrie im AGV Lippe sowie Hauptgeschäftsführer Marc-Henning Galperin werden der zentralen Verhandlungskommission der Arbeitgeber angehören.

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