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  Arbeitgeberverband Lippe stimmt dem Tarifabschluss in der Metallindustrie NRW zu  
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Detmold. Wie der Arbeitgeberverband in seiner Presseerklärung vom 22. Februar mitteilt, hat er gestern dem Tarifabschluss in der Metallindustrie NRW zugestimmt. Der Tarifabschluss bringt für die Beschäftigten in 2018 mehr Geld in Form einer Tariferhöhung von 4,3 % sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 100 EUR. 2019 wird ein „tarifliches Zusatzgeld“ eingeführt, das sich aus 27,5 % eines Monatsentgelts sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 400 EUR zusammensetzt. Zudem wurde das Arbeitszeitsystem richtungsweisend neu geordnet.
Prof. Dr. Olesch, der Vorsitzende des AGV, betonte, dass der Kompromiss mit der IG Metall zudem unter dem Eindruck von 24-Stunden-Streiks in drei lippischen Betrieben hart errungen worden sei. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass es trotz der allgemeinen guten wirtschaftlichen Lage in Lippe Betriebe gebe, die mit der Umsetzung dieses Abschlusses wirtschaftliche Probleme hätten. Prof. Dr. Olesch: „Gerade für diese Unternehmen sind diejenigen neuen tariflichen Regelungen von Bedeutung, die sie im Bedarfsfalle finanziell entlasten können. Die lange Laufzeit des neuen Tarifvertrages bietet allen Unternehmen die wichtige Planungssicherheit für 27 Monate, also bis Ende März 2020.“
Der Abschluss ermöglicht es den Unternehmen, das Arbeitszeitvolumen in Zeiten von viel Beschäftigung deutlich auszuweiten – dies war eine zentrale Forderung der Arbeitgeber an eine neue Tarifregelung. Im Gegenzug können die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten je nach persönlichen Erfordernissen vorübergehend auf bis zu 28 Stunden verringern. Dies geschieht ohne Lohnausgleich – dieser Punkt war den Arbeitgebern besonders wichtig, weil ein Lohn nur für geleistete Arbeit gezahlt werden könne. Mitarbeiter im Schichtdienst sowie Beschäftigte, die eigene Kinder betreuen oder Angehörige pflegen, können grundsätzlich dafür einen Teil ihres Entgelts in max. 8 freie Tage pro Jahr umwandeln.
Prof. Dr. Olesch bilanzierte, dass dieser Kompromiss anspruchsvoll und die neuen Arbeitszeitregelungen richtungsweisend seien. Die Belastungen durch erhöhte Entgeltzahlungen von 4,3 % plus Einmalzahlungen seien allerdings unerwartet hoch ausgefallen und spiegelten nicht das wirtschaftliche Wachstum wider. Zusätzlich müssten die Tarifvertragsparteien immer im Auge behalten, dass Tarifverträge in ihrer befriedenden Funktion nur solange akzeptabel seien, als sie wirtschaftlich für jeden Betrieb machbar blieben. Ein Betrieb mit beispielsweise nur 1% Umsatzsteigerung ist nun einmal nicht in der Lage, eine Entgelterhöhung von 4,3 % umzusetzen. Tarifbindung ist kein Luxusgut, sondern sollte in jedem Unternehmen Akzeptanz finden können. Tarifvertragsregelungen müssten deshalb die betriebliche Wirklichkeit widerspiegeln. Hier haben wir noch viel zu leisten.


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Professor Dr. Olesch als Vorsitzender des AGV Lippe wiedergewählt

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Detmold. Wie der Arbeitgeberverband Lippe in einer Presseerklärung mitteilt, ist Herr Prof. Dr. Olesch, Geschäftsführer bei Phoenix-Contact, auf der gestrigen Mitgliederversammlung als Vorsitzender des AGV einstimmig wiedergewählt worden. Zu seinem Stellvertreter wurde Herr Ralf Lutter, Geschäftsführer bei der KEB in Barntrup, gewählt.

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Arbeitgeberverband Lippe: Forderungsempfehlungen der IG Metall von um die 6 % „unverträglich für NRW und den M+E-Standort Lippe“

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